Abstract
The present contribution is the editio princeps of pBM EA 10669, of which, despite its very interesting content, no notice has been taken thus far. The papyrus bears a text about a nine-headed figure with the main head in the form of a human being. Various passages inscribed on the papyrus can be paralleled directly with other texts from Egypt and thus offer an informative insight into the religious history of multi-headed beings, particularly during the Late Period in Egypt.
Einleitung
Aus Ägypten sind seit dem vierten Jahrtausend vor Christus Darstellungen mehrköpfiger und mehrgesichtiger Wesen belegt; die ersten Beschreibungen liegen bereits in den Pyramidentexten vor. Dort wird in PT 506 § 1096b die Göttin Bȝ.t und in PT 311 § 497c über vier „Tobende“ (khȝ.w) mit jeweils zwei Gesichtern berichtet. In PT 519 § 1207b–d wird auch der Sonnengott als ein Wesen mit vier Gesichtern beschrieben, wobei sich diese Gestalt über die folgenden Jahrtausende bis in Darstellungen auf spätantiken Gemmen nachverfolgen lässt. Aufgrund der Beleglage kann man sagen, dass speziell das Neue Reich mit den Darstellungen in den Unterweltsbüchern eine Art von ‚Blütezeit‘ für Wesen mit mehreren Gesichtern oder Köpfen darstellt, die dann im ersten Jahrtausend vor Christus mit speziellen Darstellungsweisen noch einmal erhöht werden. Der wohl bekannteste Vertreter eines mehrköpfigen Gottes aus Ägypten dürfte der mehrköpfige oder polymorphe Bes sein, der in verschiedensten Darstellungsweisen als Statuetten, in Vignetten und auf Reliefs wie Gemmen abgebildet wurde, wobei auch mehrere Textzeugen vorliegen, die diese spezielle Kreation eines göttlichen Konstrukts genauer beschreiben. 1 Ein aufschlussreicher Text für das Wirken von mehrköpfigen Wesen als schutzmächtige Entitäten stellt pBM EA 10669 dar, 2 der entgegen seines aufschlussreichen Inhalts bisher keine Beachtung in der Forschung fand. Obwohl sich der Papyrus heute in einem relativ fragmentierten Zustand befindet, wird seine Natur als apotropäisches Amulett, das ein Wesen mit neun Köpfen beschreibt, deutlich. In den noch erhaltenen Teilen liegt eine längere Hymne vor, die deutliche Analogien und direkte Parallelen zu pBrooklyn 47.218.156 aufweist, in der der Gott Amun oder Amun-Re angerufen und in Kol. x+I, 2 und x+III, 3 direkt angesprochen wird. 3 Des Weiteren sind Teile der Beschreibung des Wesens erhalten, die als herausstechendes Merkmal eine Beschreibung von neun Köpfen bietet, wobei die Angabe, dass es sich bei dem Hauptkopf um den eines Pʿ.t-Menschen handeln soll, derzeit ohne Parallele ist. Die pBM EA 10669 genannte Gestalt wird in Kol. x+IV, 3 mit „der mit neun Gesichtern auf einem einzigen Nacken“ (nty ẖr pśḏ.w ḥr.w ḥr nḥb.t wʿ.t) beschrieben. Der letzte heute noch erhaltene Teil ist eine Ritualanweisung, die durch eine nḥm=k-św-Formel das Stück als ein typisches Amulett beziehungsweise eine Ritualanweisung für ein Amulett kennzeichnet und verschiedene Bedrohungen nennt, die so auch von anderen apotropäischen Papyri mehrfach bekannt sind. Allerdings werden in diesem Teil auch Gefahren beschrieben, die so nicht zu erwarten sind. Es liegt eine vergleichbare Schutzfunktion zu pBrooklyn 47.218.156 vor, der ebenfalls ein neunköpfiges Wesen thematisiert.
Speziell was die Parallelen von pBM EA 10669 zu pBrooklyn 47.218.156, dem wichtigsten Textzeugen für einen sieben- und neunköpfigen Bes, wie auch zur Inschrift der Statuette Paris, Louvre, E 11554, die einen neunköpfigen Bes zeigt, angeht, können bemerkenswert identische Formulierungen aufgezeigt werden, die die Stücke in eine nähere Verbindung setzen, was ihren apotropäischen Gehalt und ihre Gedanken über ein mehrköpfiges göttliches Wesen betrifft.
Edition des Papyrus
Beschreibung
Der in hieratischer Schrift abgefasste Text kann anhand seiner Paläografie an den Beginn der Spätzeit datiert werden. 4 Zu rekonstruieren sind heute x+X Kolumnen Text, von denen aber noch lediglich in sechs Kolumnen (x+I–V und x+IX) größere Teile des Textes lesbar sind. Der Papyrus liegt heute in zwei Teilen vor. Das Fragment, welches sich heute oben im Rahmen befindet, enthält auf seiner Vorderseite die Kolumnen x+I und x+II sowie auf seiner Rückseite die Kolumnen x+VI und x+VII (Abbildung 1 und 2). Dieser Teil ist 3,8 Zentimeter hoch und 32,5 Zentimeter lang. 5 Dieser Papyrus besteht aus zwei Teilen, die heute zusammengesetzt im Rahmen vorliegen. Zwischen diesen beiden Fragmenten sollte eigentlich eine kleine Lücke bestehen, da durch die Rekonstruktion klar wird, dass wenige Zeichen fehlen. Das Teilstück, welches sich heute unten im Rahmen befindet, enthält auf seiner Vorderseite die Kolumnen x+III, x+IV und x+V sowie auf seiner Rückseite die Kolumnen x+VIII, x+IX und x+X, wobei von Kolumne x+VIII nur noch die letzten Zeichen der jeweiligen Zeilen erhalten sind. Dieses Fragment ist 3,3 Zentimeter hoch und 42,5 Zentimeter lang.

Anordnung der Kolumnen auf der Vorderseite.

Anordnung der Kolumnen auf der Rückseite.

pBM EA 10669, Vorderseite (© The Trustees of the British Museum).

pBM EA 10669, Rückseite (© The Trustees of the British Museum).
Es ist nicht bekannt, wann der Papyrus gefunden wurde und woher er ursprünglich stammt. Möglicherweise gehörte er ursprünglich zu einer Gruppe von Papyri, die von Maurice Nahman im Jahr 1931 angekauft wurden. Allerdings sind die anderen Textträger alle demotisch beschriftet, so dass der Zusammenhang offenbleiben muss. 6 Dementsprechend kann keine Aussage über dessen antike Provenienz geboten werden; zumindest wäre zu mutmaßen, dass es sich um eine Art von Archiv handeln könnte, so dass die Papyri zusammen gefunden und verkauft worden sind.
Als Besitzerin des Papyrus wird im Text mehrfach eine Frau namens Ta-Wśỉr, Tochter der Ta-pȝ-wr, genannt. Eventuell vorhandene Titel von Ta-Wśỉr sind heute nicht mehr erhalten. Dieser Name ist auch aus demotischen Quellen bekannt, doch muss offenbleiben, ob die in pBM EA 10669 genannte Ta-Wśỉr mit einer bereits bekannten Frau identisch sein könnte.
Textedition
Vorderseite
Kommentar
denken.
17
von ỉw ky gewählt, während dies bei den folgenden beiden Beschreibungen der Gesichter mit einer Schreibung als
nicht mehr der Fall ist und der Konverter ỉw somit vor ky „anderes“ geschrieben wurde.
Rückseite
Kommentar
Vergleich zwischen pBM EA 10669 sowie pBrooklyn 47.218.156 und pCarlsberg 475
Aufgrund einiger Parallelen bietet sich bei der Betrachtung von pBM EA 10669 ein Vergleich zu der Beschreibung der mehrköpfigen Wesen in pBrooklyn 47.218.156 an. In einem kurzen Abschnitt ist auch ein Vergleich zu pCarlsberg 475 möglich, der im Gegensatz zu den anderen hier behandelten Texten bereits in die frührömische oder allenfalls spätptolemäische Zeit zu datieren ist. 41 Um die verschiedenen Parallelen für den Leser adäquat darstellen zu können, wurde sich jeweils zu einer Gegenüberstellung entschieden. Ausgehend von pBM EA 10669 können drei größere Einheiten identifiziert werden, die mit den anderen Schriftträgern in Parallele zu setzen sind. Textpassagen, die in den einzelnen Schriftträgern zerstört sind, wurden in der Zusammenstellung mit […] markiert. Dahingegen markiert (…) eine Auslassung durch die Autoren, wobei in diesen Auslassungen keine Übereinstimmungen zwischen den einzelnen Schriftträgern vorhanden sind.
Es ist deutlich 42 zu erkennen, dass die beiden Listen von Epitheta, die fast in Form einer Hymne vorliegen, deutliche Parallelen in Struktur, Abfolge und Auswahl aufweisen. Zwar sind wenige kleinere Abweichungen zu beobachten, aber es dürfte deutlich sein, dass entweder ein Textträger vom anderen kopiert wurde oder aber beide auf dieselbe Vorlage zurückgehen. Letztere Annahme ist aufgrund des Vorhandenseins von Vorlagen in Form von ‚Musterbüchern‘ in Tempelbibliotheken die wahrscheinlichere Variante. Dies bedeutet aber, dass ein Text, der in pBrooklyn 47.218.156 in der Einheit über einen siebenköpfigen Bes vorliegt, offenbar für die Nennung in pBM EA 10669 einfach auch für ein neunköpfiges Wesen mit dem Hauptkopf in Form eines Pʿ.t-Menschen kopiert werden konnte. Es handelt sich somit um einen produktiven Umgang mit Text-Versatz-Stücken, die durch einen Schreiber und/oder einen Priester immer wieder neu zu einem schlüssigen Ganzen zusammengefügt werden konnten, was insbesondere die folgende Zusammenstellung verdeutlichen wird.
In pBM EA 10669, x+III, 1–IV, 1 folgt eine Passage, in der zum Beispiel das Beben der Erde beschrieben wird. Die nächste sicher in Parallele zu betrachtende Einheit stellt die Beschreibung des Wesen in Kol. x+IV, 1–V, 3 dar, die mit wenigen Abweichungen in pBrooklyn, x+IV, 5–9 und x+II, 1–3 anzutreffen ist.
An diesen beiden gegenübergestellten Textpassagen ist besonders auffällig, dass der im Londoner Papyrus vorliegende Textabschnitt eine Kombination eines Teils aus der Beschreibung des siebenköpfigen Bes in pBrooklyn 47.218.156, x+IV, 5–9 darstellt, und im zweiten Teil aber direkt mit der Beschreibung des neunköpfigen Bes in Kol. x+II, 1–3 gleichgesetzt werden kann. Dass hierbei nicht nur gesamt ein Teilbereich aus der Beschreibung des neunköpfigen Bes gewählt wurde, wird anhand des Beinamens pȝ sỉ n ḥḥ.w n(.ỉw) mḥʿw „Der Mann von Millionen von Ellen“ deutlich, wie es in pBM EA 10669, x+IV, 3 und in pBrooklyn 47.218.156, x+IV, 9 vorliegt. Dahingegen wird der neunköpfige Bes in pBrooklyn 47.218.156, x+II, 1, woran sich die oben zitierten Passagen in Kol. x+II, 1–3 anschließen, als Tn
Das herausragendste Merkmal der mehrköpfigen Wesen dürfte ihre doch recht kurios anmutende Gestaltung mit einem Hauptkopf sein, aus dessen Seiten mehrere kleinere Tierprotome austreten. In Analogie zu den verschiedenen Bes-Gestalten dürfte auch für das in pBM EA 10669 beschriebene Wesen mit dieser Kopfgestaltung zu rekonstruieren sein. In pBM EA 10669, x+IV, 3 wird die Abfolge der Köpfe als Pʿ.t-Mensch, Widder (ś(w)ỉw), Löwe (mȝỉ) und Stier (kȝ) genannt; der in Kol. x+V, 1 genannte Kopf ist heute leider nicht mehr erhalten. Die Abfolge der Köpfe kann mit denjenigen, wie sie für den siebenköpfigen Bes in pBrooklyn 47.218.156, x+IV, 9–x+V, 1 und den neunköpfigen Bes in x+II, 2 vorliegen, verglichen werden: 44
Es wird deutlich, dass nur wenige Überschneidungen vorhanden sind. Aufgrund der verschiedenen in pBrooklyn 47.218.156, x+II, 2 genannten Gesichter könnte man die heute in pBM EA 10669 leider verlorenen Gesichter dahingehend rekonstruieren, dass in Kol. x+V, 1 einst ein Krokodil, ein Nilpferd, ein Pavian und eine Katze genannt wurden; in Analogie zum siebenköpfigen Bes wären aber auch Schlange und Schakal möglich.
Als letzte Passage können die Bedrohungen der Person beziehungsweise. die Dinge, vor denen der Nutznießer gerettet werden soll, miteinander verglichen werden. Die Bedrohungen in pBrooklyn 47.218.156, Kol. x+III, 6 können mit Zeile 6 aus pCarlsberg 47545 ergänzt werden, so dass sich eine weitere Überschneidung mit dem Londoner Papyrus ergibt.
Anhand der Kombination von pBrooklyn 47.218.156, x+III, 6 und pCarlsberg 475, Z. 6 wird deutlich, dass beide spezifische Drohungen nennende Textpassagen in pBM EA 10669, x+IX, 1 kombiniert wurden. Für die weiteren Beschreibungen, wie sie pBM EA 10669, x+IX, 2 mit den Angehörigen des H.nmm.t-Volkes, Magie und dem bösen Blick von verschiedenen Ethnien nennt, gibt es in den behandelten Papyri und in der Inschrift der Statuette Paris, Louvre, E 11554 keine Parallelen.
Zusammenfassung
Papyrus London, BM, EA 10669 stellt aufgrund der Tatsache, dass es sich (bisher) um den einzigen Text handelt, in dem ein neunköpfiges Wesen mit dem Hauptkopf in Form eines Pʿ.t-Menschen in Erscheinung tritt, eine bislang einzigartige Komposition dar. Als inhaltliche Parallele ist insbesondere pBrooklyn 47.218.156 anzuführen, wozu noch kleinere Abschnitte aus pCarlsberg 475 und Paris, Louvre, E 11554 treten.
Das erstgenannte Gesicht des Wesens soll nach pBM EA 10669, x+IV, 3 das „Gesicht eines Pʿ.t“ (ḥr n(.ỉ) Pʿ.t) und damit das eines Menschen sein. Dass es sich um den Hauptkopf beziehungsweise das große Gesicht handelt, an dem die zusätzlichen Tierprotome angebracht wurden, kann in Analogie zu den Beschreibungen in pBrooklyn 47.218.156 erschlossen werden, da hier für den Siebenköpfigen in Kol. x+IV, 9 und den Neunköpfigen in Kol. x+II, 2 das Gesicht von Bes (ḥr n(.ỉ) Bś) genannt wird und die beiden Vignetten im Papyrus das Haupt von Bes als Hauptkopf darstellen. 47 Aus Ägypten existieren wenige Statuetten, die einen neunköpfigen Gott zeigen, dessen Hauptkopf der eines Menschen ist. Dies ist bei Sammlung Robert Rustafjaell Nr. 495 der Fall, 48 wobei man diese Statuette am ehesten mit dem in pBM EA 10669 beschriebenen Wesen zusammenbringen könnte. Günther Roeder erwähnt in seiner Beschreibung des Stücks Rustafjaell Nr. 495, dass an den Seiten des Kopfes 2 × 4 Tierköpfe angebracht seien, wobei diese aber auf der Fotografie nicht zu identifizieren sind. Hierbei soll es sich auf der rechten Seite um „Anubis, Hapi, Sekhet und Horus“ sowie auf der linken Seite um „Khepra, Bast, Khem und Neit“ handeln. 49 Im Vergleich zu anderen Statuetten, die mit kleinen Tierprotomen an ihrem Hauptkopf dargestellt wurden, wäre aus der Beschreibung von Roeder abzuleiten, dass es sich auf der einen Seite um einen Schakal („Anubis“), einen Pavian („Hapi“), einen Löwen („Sekhet“) und einen Falken („Horus“) sowie auf der anderen Seite um einen Käfer („Khepra“), eine Katze („Bast“), einen Widder („Khem“) und einen Menschen („Neit“) handelt. Als Tierprotome sind Schakal, Pavian, Löwe, Falke, Katze und Widder sehr geläufig, 50 doch ist bisher keine Statuette bekannt, die als Protome einen Käfer oder einen Menschen zeigen würde. Da heute kein Zugriff auf das Objekt Rustafjaell Nr. 495 möglich ist, muss somit die Deutung von Roeder in den betreffenden Identifizierungen spekulativ bleiben. Eine weitere kleine Statuette mit dem Kopf eines Menschen liegt mit einer polymorphen Mumie, heute Baltimore, Walters Art Museum, Inv.-Nr. 57.1437, 51 vor, deren Aussehen aber definitiv nicht mit den noch erhaltenen Passagen in pBM EA 10669 in Verbindung zu bringen ist.
In den ersten beiden Kolumnen x+I und x+II der Vorderseite werden primär Epitheta des Amun beziehungsweise des Amun-Re gelistet, wobei in Kolumne x+II zudem zum Ritual übergeleitet wird. Dieses beruht darauf, dass der durch das neunköpfige Wesen verkörperte Gott beziehungsweise das göttliche Konstrukt beschworen wird, Ta-Wśỉr als Nutznießerin des apotropäischen Papyrus vor Schaden zu bewahren. Von besonderem Interesse sind die teils wortgetreuen Parallelen zu pBrooklyn 47.218.156, die deutlich bezeugen, dass beide Papyri, obwohl sie doch jeweils ein unterschiedliches mehrköpfiges Wesen beschreiben, aufgrund ihrer identischen Textabschnitte in direkter Verbindung stehen. Speziell die sich anschließende Beschreibung des Wesens ab Kolumne x+IV, 3 erinnert ebenfalls an die Charakteristik des neunköpfigen Bes in pBrooklyn 47.218.156, was auch in diesem Fall kein Zufall sein kann. Mit Kol. x+IX wird durch die Wendung nḥm=k „Du sollst retten“ der schutzmächtige Aspekt des Papyrus deutlich. Unglücklicherweise ist der Text am Ende des Papyrus nicht mehr lesbar, so dass nur gemutmaßt werden kann, ob eine Wendung wie in pBrooklyn 47.218.156, x+V, 7 mit „Worte zu sprechen über diesem Bildnis, welches gezeichnet ist; gezeichnet auf einem neuen Papyrusblatt, gegeben an den Hals eines Mannes“ (ḏd-mdw.w ḥr śšm pn nty m śš.w śš.w ḥr ḏmʿ n(.ỉ) mỉw ḏ+ r ḫḫ n(.ỉ) s(ỉ)) 52 dereinst auf dem Papyrus vorlag und somit der Text, und optional eine beigegebene Zeichnung des neunköpfigen Wesens, den Schutz spenden sollte. Aufgrund der direkten Parallelen zum Brooklyner Stück ist diese Art der Nutzung zu erwarten, was ebenfalls einen vergleichbaren Text über die Kreation eines Amuletts am Ende erwarten lassen würde.
Footnotes
Acknowledgements
Our thanks to Hans-Werner Fischer-Elfert for his commentaries to the papyrus and to Jannik A. Korte for preparing the outlines of the papyrus.
Funding
The authors did not receive funding for this project.
1
Eine Zusammenstellung des Materials befindet sich durch Christoffer Theis in Vorbereitung.
2
Kurze Erwähnung des Stücks bei Quirke 1993: 67 (Nr. 271); kritisch zur Einstufung als Funerärpapyrus
: 114, Anm. 70.
4
Siehe zum Beispiel die Zeichenformen von ʿpr (Gardiner Aa20), bȝ (Gardiner G29), pȝ (Gardiner G40/G41), mʾw.t (Gardiner G14), mr (Gardiner N36 in Ligatur), ḫpr (Gardiner L1), und dp (Gardiner D1) bei Möller 1965: 17, 19 f., 31, 41; Verhoeven 2001: 115 ; 136 f.; 140–143; 150 f.; 164 f.; 210 f.; und die betreffenden Zeichenformen in der Datenbank Paläographie des Hieratischen und der Kursivhieroglyphen, <
> (Zugriff am 28.05.2022).
5
6
Nach freundlicher Mitteilung von Adrienn Almásy-Martin.
8
Lüddeckens 1980: 1178 (hier wird ein Verweis beziehungsweise ein Vergleich zur kurzen Bemerkung bei
: 67 [Nr. 271] genannt).
10
Siehe Assmann 1999: Nr. 129, Z. 158–162; de Garis Davies 1953: Taf. 32, Mittleres Register, Z. 31. Ein Teil der Hymne liegt bereits aus der Ramessidenzeit mit den Ostraka London, BM, 9509+29510 vor, deren Publikation durch Joachim F. Quack in Vorbereitung ist (siehe auch
: Taf. 73).
13
So zum Beispiel in Edfou I, 204, 8; Dendara X, 230, 5; pGreenfield, Z. 4 bei Budge 1912: Taf. 86 und Flinders
: Taf. 41.
19
Publikation der Statuette durch Christoffer Theis in Vorbereitung.
23
Wb IV, 366–367,9; TLA: Lemma-Nummer 149680.
31
Sauneron 1970: Taf. 2, 5. Diese Vermutung äußerte auch
: 114.
32
Siehe das bei Theis (in Vorbereitung) gesammelte Material.
35
Vergleiche Wb III, 114,6–13.
36
Vergleiche Gardiner 1968: 98–110; weitere Literatur zu den genannten Gruppen liegt bei
: 76, Anm. 178 gesammelt vor.
37
Vergleiche Gardiner 1968: 111 –112;
: 353–368.
39
Vergleiche Wb V, 127,18.
42
Vergleiche auch Kol. x+III, 1 mit […] pr
43
Im Brooklyner Papyrus sind die beiden Angaben über die Form des Rückens und die Füße im Gegensatz zur möglichen Abfolge im Londoner Stück vertauscht – d. h, zuerst nennt pBrooklyn 47.218.156 die Angabe über den Rücken und dann über die Füße.
46
Zu vergleichen ist auch pBrooklyn 47.218.156, x+IV, 1 in der einleitenden Passage über „Die Schriften des Bes mit sieben Gesichtern“. Hier werden als Feinde zusätzlich Widersacher und Widersacherin (ḏȝy ḏȝy.t) sowie weitere, spezifische Bedrohungen genannt, die aber nicht in pBM EA 10669 vorliegen.
48
Publiziert von Roeder 1956: 100 (§ 143b);
: 43, Taf. 34 (Nr. 495).
50
Siehe die Zusammenstellung bei Theis (in Vorbereitung).
52
: Taf. 5; vergleiche auch Kol. x+III, 6 f.; Sauneron 1970: Taf. 3.
