Abstract
Innere Kündigung wird verbreitet als Problem auf der Seite des Mitarbeiters behandelt. Wenn die Ursachen der Inneren Kündigung aber im Arbeitsumfeld angelegt sind, können sie nur durch ein Umdenken auf der Seite des Unternehmens erfolgreich angegangen werden. Dieser Beitrag analysiert das Phänomen der Inneren Kündigung mit Hilfe des neuen Stewardship-Ansatzes. Diese um sozialpsychologische Erkenntnisse erweiterte Variante der Agency-Theorie macht deutlich, dass Mitarbeiter bei einer Inneren Kündigung nicht zwangsläufig von sich aus opportunistisch handeln, sondern ihr Verhalten an das ihnen von außen unterstellte Menschenbild anpassen. Unternehmen haben die Möglichkeit, solche Reaktionsmuster durch eine geeignete Gestaltung der Führungsphilosophie und Unternehmenskultur zu vermeiden.
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